Bevor ein Unternehmen oder eien Kommune irgendein Projekt beginnt, muss der Antrag auf Fördermittel positiv beschieden sein. In nur ganz wenigen Ausnahmen – und hier vor allem für Privatleute interessant -, kann man nach Beendigung eines Projekts oder Bauvorhabens noch Zuschüsse erhalten. Also, die Reihenfolge sollte immer sein: Recherche, unternehmerische Planung, Antrag, Bescheid, Ausführung. Wer das nicht einhält, kann bares Geld verschenken und verbaut sich so manche staatliche Hilfe.

Bevor neuartige Projekte gefördert werden, sollte sich der Auftraggeber rechtlich ausreichend absichern. Eine Patentberatung bei den IHKs, Patentanwälten oder auch beim Patentamt sind für Erfindungen oder neue Verfahren ebenso empfehlenswert, wie ein beantragter Markenschutz für zu gründende Firmen. Gerne vermitteln wir auch Kontakte zu entsprechenden Dienstleistern.

Die Anträge müssen bestimmten formalen Ansprüchen genügen. So kann ein Förderprogramm voraussetzen, dass Bilanzen oder betriebswirtschaftliche Auswertungen, Machbarkeitsstudien, Gutachten oder beispielsweise Vorverträge mit Abnehmern schriftlich vorhanden sind. Hier muss der Unternehmer oder die Kommune mitwirken. Keine Angst, die Berater klären Sie über die notwendigen Anlagen und Dokumente auf. Von Beratern gesetzte Fristen, etwa zu Stichtagen für bestimmte Förderprogramme, Nachreichung ergänzender Informationen, sind dringend einzuhalten. Sonst kann man ungünstigstenfalls aus Finanzierungsrunden, Antragsverfahren oder dergleichen ausgeschlossen werden. Oder, im Falle des Programms KMU Innovativ (2 Stichtage pro Jahr im Abstand von 6 Monaten), ist eine Wartezeit bis zu einem halben Jahr möglich, bevor es im Antragsverfahren weiter geht.

Die Anträge selbst sind völlig unterscheidlich. Formulare, vollelektronisch, mit einer sehr aufwändigen Projektkoordination über mehrere Ansprechpartner – alles möglich. Es hängt vom jeweiligen Fördertopf, den Organisatoren, den zu beantragenden Summen und auch regionalen Besonderheiten ab. Man kann sich die Auswahl geeigneter Förderprogramme ansonst in etwa so vorstellen, wie eine Steuererklärung für ein Unternehmen. Richtlinien, Finanzdaten und darauf erst die Projektskizze und Projektbeschreibung.